Warum sieht Perlglanzlack nicht wie auf dem Foto aus?

Kurzantwort

Perlglanzlack verändert sich deutlich je nach Licht, Betrachtungswinkel, Untergrund, Anzahl der Schichten und Klarlack. Ein Foto muss deshalb nicht exakt dem Ergebnis auf einem konkreten Teil entsprechen. Ein anderer Eindruck kann durch andere Beleuchtung, einen anderen Untergrund, eine stärkere oder schwächere Perlglanzschicht, eine andere Spritztechnik oder vor dem Auftragen des finalen Klarlacks entstehen.

Warum sieht Perlglanz auf einem Foto anders aus?

Perlglanzlacke enthalten Effektpigmente, die Licht anders reflektieren als normale deckende Lacke. Das endgültige Erscheinungsbild hängt daher nicht nur vom Farbton selbst ab, sondern auch davon, woher das Licht kommt und aus welchem Winkel man auf die Oberfläche blickt.

Auf einem Foto kann der Perlglanz stärker, heller, dunkler oder farblich anders wirken als in Wirklichkeit. Einen großen Einfluss haben die Art der Beleuchtung, Sonne, Schatten, Innenraumlicht, Kamera, Smartphone-Einstellungen und auch die Darstellung auf dem Display.

Welche Rolle spielt das Licht?

Der Perlglanzeffekt ist am besten bei stärkerem Licht sichtbar, zum Beispiel in der Sonne oder unter direktem künstlichem Licht. Im Schatten, in der Garage oder bei diffusem Licht kann der Effekt deutlich dezenter wirken.

Dasselbe lackierte Teil kann draußen in der Sonne sehr intensiv wirken, während es im Innenraum oder bei schwachem Licht dunkler, weniger farbig oder weniger perlig erscheint.

Warum ist der Betrachtungswinkel wichtig?

Perlglanzpigmente reflektieren Licht je nach Betrachtungswinkel. Das bedeutet, dass die Farbe von vorne anders wirken kann als von der Seite. Auf gewölbten Teilen, Kanten oder Sicken kann sich der Effekt deshalb sogar innerhalb eines einzelnen Teils verändern.

Genau diese Veränderlichkeit ist bei Perlglanzlacken gewünscht. Gleichzeitig bedeutet sie aber, dass ein einzelnes Foto niemals alle Varianten des endgültigen Farbtons genau zeigen kann.

Welchen Einfluss hat der Untergrund?

Bei Perlglanzlacken ist der Untergrund sehr wichtig. Die meisten Pearl-Effektlacke von PMcolours empfehlen wir auf schwarzem Untergrund, da dieser Tiefe und Kontrast des Effekts verstärkt.

Wenn der Untergrund heller, grau, ungleichmäßig oder nicht ausreichend schwarz ist, kann der endgültige Effekt schwächer, heller, gräulicher oder anders ausfallen als auf einer Beispielanwendung auf korrekt schwarzem Untergrund.

Warum sollte man die Farbe nicht nach der Spraydose oder dem Becher beurteilen?

Perlglanzlack kann in der Spraydose, Flasche oder im Becher völlig anders aussehen als auf dem lackierten Teil. Der tatsächliche Effekt entsteht erst nach der Anwendung auf dem richtigen Untergrund und nach dem Überlackieren mit Klarlack.

Die Farbe sollte deshalb nicht nach dem Aussehen des Materials in der Verpackung beurteilt werden. Entscheidend ist das Ergebnis auf korrekt vorbereitetem Untergrund, mit der richtigen Anzahl an Schichten und nach dem finalen Klarlack.

Wie beeinflusst die Anzahl der Schichten das Ergebnis?

Die Anzahl der Schichten kann die Stärke des Effekts, die Sättigung und das gesamte Erscheinungsbild des Perlglanzlacks beeinflussen. Eine zu schwache Schicht kann wenig intensiv oder ungleichmäßig wirken. Eine zu starke Schicht kann den Farbton verändern, die Sauberkeit des Effekts verschlechtern oder ein schweres und weniger natürliches Erscheinungsbild erzeugen.

In der Regel empfehlen wir, Perlglanzlack in dünnen, gleichmäßigen Schichten aufzutragen. Ziel ist ein geschlossener und sauberer Effekt, nicht möglichst viel Material aufzutragen.

Warum ist ein gleichmäßiger Auftrag wichtig?

Die Perlglanzpigmente müssen auf der Fläche gleichmäßig verteilt sein. Wenn an manchen Stellen mehr Lack aufgetragen wird oder sich die Spritzgänge von Spraydose oder Lackierpistole ungleichmäßig überlappen, können Flecken, Wolken oder Unterschiede in der Effektintensität entstehen.

Bei größeren Flächen ist es deshalb wichtig, den gleichen Abstand, die gleiche Bewegungsgeschwindigkeit und eine gleichmäßige Überlappung der einzelnen Spritzgänge einzuhalten.

Wie verändert Klarlack das Ergebnis?

Klarlack hat einen großen Einfluss auf das endgültige Erscheinungsbild des Perlglanzlacks. Er verleiht der Oberfläche Glanz, Tiefe und hilft, den Perleffekt stärker hervorzuheben. Vor dem Auftragen von Klarlack kann die Effektschicht matter, trockener oder weniger intensiv wirken.

Der finale Farbton sollte deshalb nicht nur vor dem Klarlack beurteilt werden. Das tatsächliche Ergebnis entsteht erst nach dem Überlackieren mit geeignetem Klarlack.

Warum kann dieselbe Farbe auf verschiedenen Teilen anders aussehen?

Dieselbe Perlglanzfarbe kann auf verschiedenen Teilen unterschiedlich wirken, abhängig von der Form des Teils, dem Lichteinfall, der Qualität des Untergrunds, der Anzahl der Schichten und der Anwendungstechnik. Unterschiede können besonders sichtbar werden, wenn nur ein Teilbereich repariert wird oder zwei Teile zu unterschiedlichen Zeiten oder mit unterschiedlicher Technik lackiert wurden.

Für ein möglichst einheitliches Ergebnis empfehlen wir, eine zusammenhängende sichtbare Fläche mit demselben Verfahren und unter denselben Bedingungen zu lackieren.

Warum ist ein Testmuster sinnvoll?

Bei Perlglanzlacken empfehlen wir, vor der finalen Lackierung ein Testmuster anzufertigen. Darauf können Sie das Erscheinungsbild der Farbe auf dem richtigen Untergrund, die Anzahl der Schichten, die Intensität des Effekts und die Veränderung nach Klarlack prüfen.

Das Testmuster sollte am besten bei Tageslicht, im Schatten und unter direktem Licht beurteilt werden. So lässt sich besser erkennen, wie sich der Perlglanzeffekt je nach Bedingungen verändert.

Wie erreicht man ein Ergebnis, das der Beispielabbildung möglichst nahekommt?

  • den richtigen empfohlenen Untergrund verwenden, meistens Schwarz,
  • der Untergrund muss gleichmäßig, sauber und farblich einheitlich sein,
  • Perlglanzlack in dünnen, gleichmäßigen Schichten auftragen,
  • gleichen Abstand und gleiche Bewegungsgeschwindigkeit einhalten,
  • gleichmäßige Überlappung der einzelnen Spritzgänge beachten,
  • das Ergebnis nicht nur vor dem Klarlack beurteilen,
  • das fertige Muster in der Sonne, im Schatten und aus verschiedenen Blickwinkeln prüfen,
  • vor einem größeren Projekt immer ein Testmuster vorbereiten.

Zusammenfassung

  • Perlglanzlack verändert sich je nach Licht, Betrachtungswinkel, Untergrund und Anzahl der Schichten.
  • Ein Foto muss nicht exakt dem Ergebnis auf einem konkreten Teil entsprechen.
  • Der richtige Untergrund ist für den Perlglanzeffekt sehr wichtig.
  • Bei den meisten Pearl-Effekten empfehlen wir schwarzen Untergrund.
  • Die Farbe nicht nach Spraydose, Flasche oder Becher beurteilen.
  • Das finale Erscheinungsbild entsteht erst nach dem Auftragen von Klarlack.
  • Für ein korrektes Ergebnis sind gleichmäßige Anwendung und ein Testmuster wichtig.
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