3D-Drucke lackieren – PLA, ABS, ASA und weitere Materialien
Ein 3D-Druck muss nicht in der Farbe des Filaments bleiben. Mit einem passenden Lacksystem lassen sich eine gleichmäßige einfarbige Oberfläche, ein ausgeprägter Perleffekt, Chameleon-/Flip-Flop-, Candy- oder andere Effektlackierungen erzeugen. Entscheidend ist, die Vorbereitung sowohl an das verwendete Material als auch an das gewünschte Ergebnis anzupassen: Sollen feine Details erhalten bleiben oder sollen sichtbare Druckschichten verschwinden und eine möglichst glatte Oberfläche entstehen?
In diesem Ratgeber konzentrieren wir uns vor allem auf PLA, ABS und ASA. Außerdem erklären wir die wichtigsten Unterschiede bei PETG, Resin-Drucken und weiteren Materialien.
Können 3D-Drucke mit Fahrzeuglacken lackiert werden?
Ja. Viele gängige Materialien für den 3D-Druck lassen sich nach entsprechender Vorbereitung sehr gut mit lösemittelhaltigen Lacken beschichten. Bei Standard-PLA haben wir die Kompatibilität mit PMcolours Farben auch praktisch getestet.
Dabei sollte man zwei Dinge unterscheiden:
- die Haftung des Lacks auf dem Kunststoff,
- die Oberflächenqualität des 3D-Drucks selbst.
Ein Lack kann hervorragend auf dem Druck haften, ohne ausgeprägte Layerlinien, Spuren von Stützstrukturen oder andere Unebenheiten zu verdecken. Ein glänzender Klarlack kann solche Strukturen sogar noch stärker sichtbar machen. Deshalb sollte vor dem Lackieren klar sein, welches Ergebnis erreicht werden soll.
Zwei Wege: Details erhalten oder eine vollkommen glatte Oberfläche erzeugen?
1. Möglichst viele Details erhalten
Bei Figuren, Modellen, Cosplay-Teilen, Reliefs oder komplexen technischen Bauteilen können feine Details wichtiger sein als das vollständige Entfernen der Druckschichten.
In diesem Fall sollte nicht automatisch eine dicke Schicht Füller verwendet werden. Füller kann feine Reliefs, Beschriftungen, Strukturen oder scharfe Kanten teilweise zusetzen.
Bei einem sauber gedruckten Teil genügt daher häufig:
- Stützstrukturen und Grate entfernen,
- die Oberfläche reinigen,
- sie bei Bedarf nur leicht mattieren,
- mehrere dünne Farbschichten auftragen,
- mit Klarlack versiegeln.
Zum feinen Mattieren komplexer Oberflächen eignet sich beispielsweise das ultrafeine 3M Scotch-Brite MX-HP Hand Pad. Im Gegensatz zu Schleifpapier passt es sich Rundungen, Kanten und kleinen Details sehr gut an. Ziel ist nicht, die Druckschichten abzuschleifen, sondern lediglich die Oberfläche gleichmäßig zu mattieren.
2. Eine glatte Oberfläche ohne sichtbare Druckschichten
Soll der fertige 3D-Druck eher wie ein lackiertes Fahrzeug- oder Industriebauteil wirken, muss mehr Zeit in die Vorbereitung investiert werden.
Ein typischer Aufbau kann so aussehen:
Schleifen → Füller → Schleifen → bei Bedarf erneut Füller → Feinschliff → Farbe → Klarlack
Zum Ausgleichen kleiner Unebenheiten kann beispielsweise der 2K HB Body P360 Grau Füller im Spray verwendet werden.
Füller ist beim Lackieren von 3D-Drucken jedoch kein Pflichtschritt. Er sollte dort eingesetzt werden, wo die Oberfläche tatsächlich geglättet werden soll. Bei sehr detailreichen oder strukturierten Modellen kann es sinnvoller sein, ganz darauf zu verzichten.
Wie unterscheiden sich die verschiedenen 3D-Druckmaterialien?
| Material | Empfohlene Vorbereitung | Hinweis |
|---|---|---|
| PLA | Reinigen, bei Bedarf leicht mattieren | Standard-PLA haben wir mit PMcolours auch ohne Primer erfolgreich getestet. |
| SILK, MATTE, PLA+, gefüllte PLA-Filamente | Leicht mattieren und Probespritzung durchführen | Additive unterscheiden sich je nach Hersteller und können die Oberflächeneigenschaften verändern. |
| ABS / ASA | Reinigen und mattieren; Kunststoffprimer optional | Die Oberfläche kann außerdem mit Aceton chemisch geglättet werden. |
| PETG | Mattieren, reinigen und Probespritzung durchführen | Die Haftung kann je nach Filament variieren; bei Bedarf einen geeigneten Kunststoffprimer verwenden. |
| Resin / SLA / DLP | Gründlich reinigen und vollständig aushärten, Stützstrukturen entfernen und schleifen | Nur vollständig ausgehärtete und saubere Teile lackieren. |
| TPU, Nylon und weitere Spezialmaterialien | Immer eine Probespritzung durchführen | Flexibilität und Materialzusammensetzung können Haftung und Lebensdauer der Beschichtung deutlich beeinflussen. |
PLA: Sind Kunststoffprimer oder Füller notwendig?
Bei Standard-PLA nicht unbedingt.
In unserem Praxistest haben wir eine PMcolours Perleffekt-Basis direkt auf einen normalen schwarzen PLA-Druck aufgetragen. Die Oberfläche wurde vorher weder geschliffen noch mattiert. Auch Kunststoffprimer oder Füller kamen nicht zum Einsatz.
Nach der ersten Schicht war keinerlei negative Reaktion des PLA auf die lösemittelhaltige Basis erkennbar. Bereits eine dünne Schicht erzeugte einen deutlichen Perleffekt. Nach der zweiten Schicht war der Effekt vollständig ausgeprägt.
Nach dem Trocknen haben wir einen einfachen Praxistest zur Haftung durchgeführt. Die Farbe ließ sich mit normalem Klebeband nicht abziehen und haftete sehr gut auf der Oberfläche. Abschließend wurde das gesamte Lacksystem mit einem 1K-Klarlack versiegelt. Auch nach dessen Auftrag zeigte das PLA keine sichtbare Beschädigung oder andere unerwünschte Reaktion.
Wichtig: Dieser Test gilt für das konkret verwendete Standard-PLA-Filament. Die Bezeichnung PLA bedeutet nicht, dass alle Filamente dieselbe Zusammensetzung besitzen. SILK, MATTE, PLA+, Tough PLA sowie Filamente mit Holz-, Carbon-, Metall- oder anderen Zusätzen können deutlich andere Oberflächeneigenschaften aufweisen.
Bei einem unbekannten Filament empfehlen wir deshalb zuerst eine Probespritzung auf einem Reststück, Testdruck oder einer unauffälligen Stelle.
Sollte PLA vor dem Lackieren mattiert werden?
Ja, auch wenn die Farbe bei unserem Test selbst auf unbehandeltem Standard-PLA sehr gut haftete.
Für einen allgemein reproduzierbaren Arbeitsablauf empfehlen wir, glatte Oberflächen leicht zu mattieren. Starkes Schleifen ist dafür nicht erforderlich. Bei komplexen Druckteilen eignet sich oft ein feines Scotch-Brite Pad besser, da es Rundungen erreicht und kleine Details kaum beeinträchtigt.
Nach dem Mattieren muss der gesamte Schleifstaub entfernt werden. Wird ein Entfetter verwendet, sollte dieser mit dem jeweiligen Kunststoff kompatibel sein. Bei unbekanntem Material empfiehlt sich vorher ein Test an einer unauffälligen Stelle.
Allgemeine Hinweise zur Untergrundvorbereitung finden Sie außerdem im Ratgeber Untergrund fürs Lackieren vorbereiten.
ABS und ASA: direkt lackieren oder Kunststoffprimer verwenden?
ABS und ASA lassen sich nach sorgfältiger Reinigung und Vorbereitung normalerweise problemlos lackieren. In der Praxis funktioniert sowohl der direkte Farbauftrag auf den vorbereiteten Kunststoff als auch die Verwendung eines Haftprimers.
Wenn Sie die Haftung zusätzlich absichern möchten, insbesondere bei stärker beanspruchten Teilen, kann vor der Farbe die BOLL Grundierungsfarbe für Kunststoff eingesetzt werden.
Ein Kunststoffprimer ist kein Füller. Er wird nur als dünne Haftschicht aufgetragen und dient nicht dazu, Druckschichten auszugleichen.
ABS und ASA mit Aceton glätten
Bei ABS und ASA gibt es noch eine weitere interessante Möglichkeit: das chemische Glätten mit Aceton. Dabei wird die Oberfläche kontrolliert angelöst, sodass sich einzelne Druckschichten zu einer deutlich glatteren Oberfläche verbinden können.
Das Ergebnis kann erheblich glatter sein, ohne dicke Füllerschichten aufzutragen. Chemisches Glätten kann jedoch gleichzeitig scharfe Kanten abrunden und feine Details reduzieren. Es ist deshalb nicht für jedes Druckteil geeignet.
Vor dem Lackieren muss das Aceton vollständig aus der Oberfläche verdunstet sein. Arbeiten Sie ausschließlich in einem gut belüfteten Bereich und fern von Flammen und Zündquellen.
Wann ist Füller sinnvoll?
Füller ist dann sinnvoll, wenn die Struktur der Druckschichten entfernt oder deutlich reduziert werden soll.
Typische Anwendungen:
- große ebene Flächen mit sichtbaren Layerlinien,
- Spuren von Stützstrukturen,
- kleine Vertiefungen und Oberflächenfehler,
- Übergänge zwischen mehreren gedruckten Teilen,
- Projekte, bei denen eine glatte, lackierte Oberfläche gewünscht ist.
Bei Figuren, Gravuren, Oberflächenstrukturen oder feinen technischen Details kann es dagegen besser sein, auf Füller zu verzichten oder ihn nur punktuell einzusetzen.
Welche PMcolours Farben eignen sich für 3D-Drucke?
Sobald der Untergrund vorbereitet und mit dem Lacksystem kompatibel ist, kann ähnlich wie bei anderen lackierbaren Oberflächen gearbeitet werden. Das gewünschte Ergebnis wird anschließend vor allem durch die richtige Untergrundfarbe bestimmt.
Perleffektlacke
PMcolours Perleffektlacke eignen sich besonders gut für 3D-Drucke, da sich ihre Wirkung je nach Licht und Form des Bauteils verändert. Bei komplexen 3D-Modellen stehen die einzelnen Flächen in unterschiedlichen Winkeln, wodurch der Perleffekt besonders lebendig wirken kann.
Bei unserem PLA-Test verwendeten wir den Interferenz-Perleffektlack AMETHYST (violett). Bereits zwei sehr dünne Schichten erzeugten einen ausgeprägten Perleffekt, ohne die Struktur des Drucks zuzusetzen.
Bei Effekten, die einen schwarzen Untergrund benötigen, sollte die Fläche farblich möglichst einheitlich sein. Bei einem schwarzen Druck kann das Filament selbst bereits als dunkler Untergrund dienen. Für ein maximal gleichmäßiges und reproduzierbares Ergebnis empfehlen wir jedoch die schwarze PMcolours 1K BC-Basis.
Chameleon / Flip-Flop
Flip-Flop Effektlacke, häufig auch als Chameleon-Lacke bezeichnet, verändern ihren Farbton je nach Betrachtungswinkel. Komplex geformte 3D-Drucke eignen sich besonders gut für diesen Effekt, weil verschiedene Flächen das Licht in unterschiedlichen Winkeln reflektieren.
Für einen klassischen Flip-Flop-Effekt wird ein gleichmäßiger schwarzer Untergrund verwendet. Anschließend folgen mehrere sehr dünne Effektschichten und abschließend Klarlack. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Flip-Flop Effektlacke richtig lackieren – der komplette Leitfaden.
Candy
Candy-Lacke sind transparent und sollten daher nicht einfach direkt auf beliebiges Filament gesprüht werden. Ihre typische Farbtiefe entsteht zusammen mit einem reflektierenden Untergrund.
Für einen klassischen Candy-Effekt empfehlen wir zunächst einen gleichmäßigen Untergrund und anschließend Silber-Perl SilverTouch. Darauf folgen dünne Schichten der transparenten Candy-Farbe und abschließend Klarlack.
Bei Candy ist die Vorbereitung besonders wichtig. Durch die Transparenz können Unebenheiten, Unterschiede im Untergrund oder ein ungleichmäßiger Auftrag auch im fertigen Ergebnis sichtbar bleiben.
Candy Pearl, Ghost Pearl und weitere Effekte
Auf 3D-Drucken können auf dieselbe Weise auch Candy Pearl, Ghost-Perl-Effektlacke und weitere PMcolours Effektsysteme eingesetzt werden. Beachten Sie dabei immer die für den jeweiligen Effekt empfohlene Untergrundfarbe.
Bei komplexen Formen sind mehrere dünne Schichten einer dicken Schicht vorzuziehen. So bleiben Kanten, Reliefs und kleine Details besser erhalten.
Reicht ein 1K-Klarlack für einen 3D-Druck?
Für die meisten typischen Hobbyanwendungen ja.
Bei Figuren, Dekorationen, Modellen, Prototypen, Cosplay-Requisiten oder anderen Bauteilen ohne hohe mechanische oder chemische Belastung ist ein hochwertiger 1K-Klarlack in der Regel eine sehr praktische Lösung.
Klarlack:
- schützt die Effektschicht,
- erhöht den Glanz oder bestimmt den gewünschten Mattgrad,
- verstärkt die Tiefe von Perleffekt und anderen Effektpigmenten,
- erleichtert die Reinigung der fertigen Oberfläche.
Bei unserem Test auf Standard-PLA verwendeten wir nach zwei dünnen Perleffektschichten einen 1K-Klarlack. Weder das PLA noch die Farbschicht reagierten negativ darauf. Gleichzeitig wurde die Tiefe des Perleffekts durch den Klarlack deutlich verstärkt.
2K-Klarlack ist vor allem dort sinnvoll, wo eine höhere Härte und Beständigkeit benötigt wird – beispielsweise bei häufig angefassten Bauteilen, Außeneinsatz, Kontakt mit Chemikalien oder höherer mechanischer Belastung.
Beachten Sie immer die Ablüftzeiten der jeweiligen Effektfarbe sowie die Verarbeitungshinweise des gewählten Klarlacks.
Glänzender Klarlack kann Druckschichten stärker sichtbar machen
Eine Oberfläche, die vor der Lackierung beinahe glatt wirkt, kann nach dem Auftrag eines glänzenden Klarlacks strukturierter erscheinen. Der Glanz erzeugt klare Lichtreflexe, die kleine Wellen oder Layerlinien stärker sichtbar machen können.
Das ist kein Fehler der Farbe oder des Klarlacks. Soll eine wirklich vollkommen glatte Hochglanzoberfläche entstehen, müssen die Druckschichten bereits während der Vorbereitung entfernt oder ausgeglichen werden.
Wenn eine leichte 3D-Druckstruktur dagegen nicht stört, besteht kein Grund, sie zwingend mit Füller zu verdecken. Ein dünner Lackaufbau erhält mehr Details und vereinfacht den gesamten Lackierprozess.
Einfacher empfohlener Aufbau für Standard-PLA
- Stützstrukturen und Grate entfernen.
- Den Druck von Staub und Schmutz reinigen.
- Glatte Bereiche bei Bedarf leicht mit einem feinen Scotch-Brite Pad mattieren.
- Sollen Druckschichten entfernt werden, schleifen und bei Bedarf Füller verwenden.
- Bei nicht standardisierten Filamenten zuerst eine Probespritzung durchführen.
- Falls der gewählte Effekt einen bestimmten Untergrund benötigt, die entsprechende Basisfarbe auftragen.
- Mehrere dünne Schichten der Effektfarbe gemäß Produktanleitung auftragen.
- Nach ausreichender Ablüftzeit je nach gewünschter Beständigkeit 1K- oder 2K-Klarlack verwenden.
Häufige Fehler beim Lackieren von 3D-Drucken
- Versuch, Layerlinien nur mit Farbe zu verdecken. Basislack ist kein Füller und kann größere Unebenheiten nicht ausgleichen.
- Zu dicke Schichten. Sie können kleine Details zusetzen und die Gefahr von Läufern erhöhen.
- Füller auf sehr feinen Reliefs. Details, die erhalten bleiben sollen, können dadurch dauerhaft verloren gehen.
- Unbekanntes Filament ohne Test lackieren. Additive in SILK, PLA+, gefüllten oder anderen Spezialfilamenten können das Oberflächenverhalten verändern.
- Unzureichend vorbereiteter Resin-Druck. Vor dem Lackieren muss er korrekt gereinigt und vollständig ausgehärtet sein.
- Falsche Untergrundfarbe. Flip-Flop, Candy, Ghost Pearl und andere Effekte benötigen den passenden farblichen Untergrund.
- Perfekten Hochglanz ohne Oberflächenvorbereitung erwarten. Klarlack schützt die Oberfläche und verstärkt die Farbe, gleicht aber keine Layerlinien aus.
FAQ – 3D-Druck lackieren
Brauche ich auf PLA einen Kunststoffprimer?
Nicht immer. Auf Standard-PLA haben wir in unserem Praxistest auch ohne Primer eine sehr gute Haftung der PMcolours Basis erreicht. Da sich Filamente jedoch in ihrer Zusammensetzung unterscheiden, empfehlen wir bei anderem PLA zuerst eine Probespritzung. Ein leichtes Mattieren kann die Haftung zusätzlich absichern.
Muss ich vor dem Lackieren Füller verwenden?
Nein. Füller ist vor allem sinnvoll, wenn Layerlinien oder andere Unebenheiten entfernt werden sollen. Sollen feine Details erhalten bleiben, kann es besser sein, auf Füller zu verzichten.
Wie viele Farbschichten brauche ich?
Das hängt von Farbe und Effekt ab. Grundsätzlich sind mehrere dünne Schichten besser als eine dicke. Bei unserem Test mit violettem Perleffekt auf schwarzem PLA war bereits nach zwei dünnen Schichten ein sehr ausgeprägter Effekt vorhanden.
Ist für einen 3D-Druck zwingend 2K-Klarlack erforderlich?
Für normale Dekorationsmodelle und Hobbyprojekte meist nicht. Ein 1K-Klarlack ist in der Regel ausreichend. 2K-Klarlack empfehlen wir dort, wo maximale Härte sowie mechanische oder chemische Beständigkeit benötigt werden.
Kann ich ABS oder ASA vor dem Lackieren mit Aceton glätten?
Ja. Acetonglättung kann sichtbare Druckschichten bei ABS und ASA deutlich reduzieren. Gleichzeitig können scharfe Kanten abgerundet und feine Details abgeschwächt werden. Vor dem Lackieren muss das Lösemittel vollständig aus dem Material verdunstet sein.
Kann ich SILK oder andere spezielle PLA-Filamente lackieren?
Voraussichtlich ja, die Ergebnisse können sich jedoch je nach Hersteller und verwendeten Additiven unterscheiden. SILK, MATTE, PLA+, Carbon-, Holz- oder andere gefüllte PLA-Filamente sollten deshalb zuerst auf einem kleinen Teststück geprüft werden.
Zusammenfassung
3D-Drucke lassen sich sehr gut mit PMcolours Farben kombinieren. Entscheidend ist, nicht für jedes Druckteil denselben universellen Aufbau zu verwenden.
Sollen feine Details erhalten bleiben, sollte der Lackaufbau möglichst dünn sein und Füller nur dort verwendet werden, wo er tatsächlich nötig ist. Wird dagegen eine vollkommen glatte Oberfläche gewünscht, sollte mehr Zeit in Schleifen, Glätten und gegebenenfalls Füller investiert werden.
Bei Standard-PLA haben wir in einem Praxistest eine sehr gute Kompatibilität mit PMcolours Perleffekt-Basis und 1K-Klarlack sogar ohne Primer bestätigt. Bei modifizierten Filamenten und anderen Materialien empfehlen wir jedoch immer zunächst eine kleine Probespritzung.
Ob Perleffekt, Chameleon / Flip-Flop, Candy oder ein anderer Effekt: Bereits wenige dünne Lackschichten können einen einfachen 3D-Druck in ein auffälliges fertiges Bauteil verwandeln – und gleichzeitig die Details erhalten, die beim Drucken entstanden sind.

